Karawane des Arabischen Filmfestivals


Die Filmkarawane startet nach dem Arabischen Filmfestival in Tübingen und zieht 2017/18 weiter durch die Lande. Mit arabischen und orientalischen Filmen im Gepäck und in Begleitung von Filmschaffenden und Referenten geht es ein ganzes Jahr durch Städte und Gemeinden Baden-Württembergs.

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Im November-Programm u.a.:

Beauty and the Dogs | Aala Kaf Ifrit
Ein Spielfim von Kaouther Ben Hania
Tunesien, Frankreich, Schweden, Norwegen, Katar, Libanon, Schweiz 2017, 100 Min., Originalfassung (Arabisch, Französisch) mit engl. UT

Die junge Tunesierin Mariam trifft auf einer Studentenparty Youssef und geht mit ihm nach Hause. Wenig später rennt sie durch die Straßen. Es beginnt eine lange Nacht, in der Mariam um ihre Rechte und ihre Würde kämpfen muss. Ben Hania hat einen Film gedreht über die Schutzlosigkeit einer jungen Frau nicht nur draußen auf den Straßen, sondern auch drinnen im Krankenhaus und auf der Polizeistation.
Ein schonungsloses Bild der tunesischen Gesellschaft. Der Film feierte seine Premiere in Cannes 2017 in der Sektion „Un certain regard“.

I Still Hide to Smoke | À mon âge je me cache encore pour fumer
Ein Spielfim von Rayhana
Algerien, Frankreich, Griechenland 2016, 90 Min.,Originalfassung (Arabisch) mit engl. UT

Regisseurin Rayhana erzählt von Leben und Unterdrückung der algerischen Frauen. In einem Hammam, einem der wenigen Zufluchtsorte, die ihnen vor der rauen Männerwelt bleibt, können
sie heimlich rauchen und ihre Hüllen auch im übertragenen Sinne fallen lassen. Dabei kommen nicht nur Narben, verursacht durch Übergriffe eifersüchtiger Männer, zum Vorschein, sondern auch tief gehütete Geheimnisse und Sehnsüchte. Aber von islamischem Fanatismus getriebene Männer bedrohen schließlich auch diesen letzten Freiraum der Frauen...
Der Film beruht auf dem erfolgreichen Theaterstück der Regisseurin Rayhana, für das sie 2014 mit dem Jürgen Bansemer und Ute Nyssen Dramatiker Preis ausgezeichnet und das 2016 im Stadttheater Ingolstadt aufgeführt wurde.