Schulvorstellungen


Schulkino nach vorheriger verbindlicher Anmeldung beim Kino oder beim Arabischen Filmfestival.

 

Barakah meets Barakah | Barakah yoqabil Barakah
Ein Spielfilm von Mahmoud Sabbagh
Saudi Arabien 2016, 88 Min., Originalfassung (Arabisch) mit deutschen UT

Er ist Ordnungsbeamter in Dschidda, Laiendarsteller in einer Theatergruppe, die „Hamlet“ aufführen will, und nicht wirklich aus bester Familie. Sie ist eine wilde Schönheit, Adoptivtochter eines reichen Paares mit Eheproblemen. Das Schicksal führt die beiden zusammen und sie schaffen es, mit begnadeter Raffinesse das System von Tradition, Anstand und Religionspolizei zu umgehen. Eine amüsante und schräge Komödie für all jene, die schon immer mal wissen wollten, was in Saudi-Arabien eigentlich so los ist, und sich gerne überraschen lassen.
Das Spielfilmdebut von Mahmoud Sabbagh wurde von Saudi Arabien ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2017 geschickt.

Festivals: Berlinale 2016, Toronto 2016

 

Clash | Eshtebak
Ein Spielfilm von Mohamed Diab
Ägypten, Deutschland, Frankreich 2016, 97 Min., Originalfassung (Arabisch) mit deutschen UT

Kairo im Sommer 2013: Kurz nach der Absetzung Präsident Mursis durch das Militär steht die Zukunft des Landes auf der Kippe. Täglich kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Unterstützern der Muslimbrüderschaft und den Anhängern der Armee. Regisseur Mohamed Diab erzählt in seinem zweiten Spielfilm von inhaftierten Militäranhängern und Moslembrüdern, die - eingesperrt auf engstem Raum - im Inneren eines Polizeiwagens ausharren müssen. Emotionen prallen aufeinander, während draußen Hysterie und Gewalt toben. Können die Eingeschlossenen ihre Differenzen überwinden, um eine Chance auf Überleben zu bewahren?

Festivals: Cannes 2016 (Eröffnungsfilm Un certain regard)

 

Warten auf Schwalben | Until the Birds Return
Ein Spielfilm von Karim Moussaoui
Algerien 2017, 112 Min., Originalfassung (Arabisch, Französisch) mit deutschen Untertiteln

Mourad ist ein wohlhabender Geschäftsmann, der versucht die Probleme von seinem Leben fernzuhalten. Seine Prioritäten sind seine Arbeit, seine Frau und sein Sohn. Aicha möchte ihr altes Leben hinter sich lassen und ein neues als verheiratete Frau anfangen. Zusammen mit ihrem Vater und einem Nachbarn macht sie sich auf den Weg zu ihrer neuen Familie am anderen Ende des Landes. Dahman ist Arzt und hofft auf einen neuen Lebensabschnitt. Er möchte heiraten und wartet geduldig auf die Beförderung, die ihm zu einem höheren sozialen Status verhelfen würde.
Die Biografien dreier Menschen kollidieren miteinander und zeichnen ein kontrastreiches Bild des modernen Algeriens, einem Land, hin- und hergerissen zwischen Tradition und dem Streben nach Modernität.
Drei Geschichten, drei Schicksale geben einen faszinierenden Einblick in das Leben im heutigen Algerien.

Festivals: Cannes 2017, Arabisches Filmfestival 2017

 

The Insult | Der Affront
Ein Spielfilm von Ziad Doueri
Libanon 2017, 112 Min., Originalfassung (Arabisch) mit deutschen Untertiteln

Was mit einer Beleidigung begann, weitet sich für die Beteiligten in ungeahnte Dimensionen aus. Während Toni, Mechaniker und libanesischer Christ, seine Pflanzen auf dem Balkon wässert, tropft durch ein illegal montiertes Abflussrohr Wasser auf den Kopf des unter ihm entlanglaufenden Yasser, einem Vorarbeiter, der als palästinensischer Flüchtling in Beirut lebt. Yasser beschimpft Toni und löst damit eine Kettenreaktion aus. Seine halbherzige Entschuldigung will der arrogante und hitzköpfige Toni nicht annehmen, stattdessen beleidigt dieser im Gegenzug nun auch Yasser. Der Streit eskaliert und landet schließlich vor Gericht. Der Prozess zieht sich, die Anwälte streiten und der Fall weckt schließlich die Aufmerksamkeit der Medien. Zwei Männer – stellvertretend für viele Konflikte im Nahen Osten.
„The Insult“ wurde für die Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ für die Acadamy Awards 2018 nominiert.

 

In the last days of the city | Akher ayam al medina | In den letzten Tagen der Stadt
Ein Spielfilm von Tamer el Said
Ägypten 2016, 118 Min., Originalfassung (Arabisch) mit deutschen UT

Wie erzählt man im Kino das Universum einer Stadt? Diese Frage beantwortet der Film Tamer el Saids aufs Überzeugendste. Khalid ist Filmemacher und auf Wohnungssuche in Kairo. Mitten in einer kreativen und persönlichen Krise arbeitet er an einem Porträt über seine Stadt und kann sich nicht entscheiden, in welche Richtung sein Dokumentarfilm gehen soll. Er diskutiert mit drei befreundeten Filmemachern - der eine hat Bagdad verlassen und lebt als Flüchtling in Berlin, der andere ist dort geblieben, der dritte lebt im aufgewühlten Beirut. Während wir mit Khalid und seinem Makler den langen Winter vor der Revolution kennen lernen, entdecken wir auch Ägyptens Hauptstadt als lebendigen Organismus, zugleich als Landkarte der Sehnsüchte und Träume.